Vier Monate im Hessischen Landtag
Ein Bericht von unserer Landtagsabgeordneten Ina Dürr MdL
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Bickenbacherinnen und Bickenbacher,
mein Name ist Ina Dürr, ich bin 43 Jahre alt, bin Juristin und wohne in Weiterstadt.
Seit nunmehr vier Monaten darf ich unseren Wahlkreis als Nachfolgerin von Maximilian Schimmel im Hessischer Landtag vertreten. Diese Aufgabe erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, denn ich weiß, hinter jeder Entscheidung, die wir treffen, stehen Menschen, stehen Lebensrealitäten und unsere gemeinsame Zukunft.
Und ich spüre jeden Tag: Politik ist dann am stärksten, wenn sie nah bei den Menschen ist.
Bereits vor meinem Einzug in den Hessischen Landtag wurden bereits wichtige Weichen gestellt: schnellere Verfahren durch die Einführung der E-Akte in der Justiz, mehr Sicherheit durch die Reform des Polizeirechts und das Frauensicherheitspaket mit elektronischer Fußfessel, neue Chancen durch den kostenfreien Meister sowie konkrete Entlastung für Familien beim Weg ins erste Eigenheim durch das Hessengeld. Auch Entscheidungen wie die Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht oder die Beschleunigung des Mobilfunkausbaus zeigen: Es sollte nicht ideologisch, sondern verantwortungsvoll und mit Blick auf die Realitäten vor Ort gehandelt werden.
Doch Politik darf sich nicht auf Erreichtem oder bereits Initiiertem ausruhen. Es gibt weiterhin noch sehr viel zu tun. In meiner täglichen parlamentarischen Arbeit bringe ich dabei meinen beruflichen Hintergrund als Juristin ein. Inhaltlich setze ich Schwerpunkte in den Bereichen Wirtschaft, Digitalisierung, Landwirtschaft und Umwelt. Gerade diese Themen sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Region.
Ein Herzensthema ist für mich die Vereinfachung des Vergaberechts. Denn als Stadtverordnete weiß auch ich nur zu genau, wie sehr unsere Städte und Gemeinden darunter leiden, wenn Projekte durch komplizierte Verfahren ausgebremst werden. Unser Ziel ist klar: weniger Bürokratie, mehr Tempo, mehr Vertrauen in die kommunale Ebene.
Auch im Denkmalschutz gehen wir in Wiesbaden neue Wege. Mir ist wichtig, dass wir unsere Baukultur bewahren – aber mit Augenmaß. Denkmalschutz darf nicht zur Belastungsprobe werden, sondern muss tragfähig und bezahlbar bleiben. Deshalb setzen wir uns für wirtschaftlich zumutbare Lösungen ein und schaffen gleichzeitig Möglichkeiten, Klimaschutz – etwa durch Photovoltaik auf denkmalgeschützten Gebäuden – stärker zu integrieren.
Ein weiteres Beispiel, das zeigt, wie Verwaltung auch anders kann, ist das Pilotprojekt „Ihre Steuer: Macht jetzt das Finanzamt für Sie!“. Weniger Aufwand, mehr Service – genau das dürfen die Menschen zu Recht vom Staat erwarten.
Bei all dem steht für mich jedoch eines im Mittelpunkt: die konkreten Anliegen und Themen vor Ort. Die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrgerätehauses für Bickenbach, die Diskussion um die Sanierung des Alsbacher Schlosses, die Zukunft des Schlosses Heiligenberg, die ökologische Stabilisierung des Pfungstädter Moors, verbesserter Lärmschutz in Erzhausen, Unterstützung des Ehrenamts – das sind keine abstrakten Themen. Das sind Fragen, die unsere Region und ihre Menschen unmittelbar betreffen. Und genau hier möchte ich unterstützen, vermitteln und Lösungen möglich machen.
Gleichzeitig sehe ich, wie wichtig der direkte Austausch ist. Deshalb bin ich derzeit sehr viel unterwegs – in Vereinen, Interessensverbänden, bei Unternehmen und bei den örtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. Ich habe bis jetzt bereits sehr viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt. Ich möchte wissen, was Sie bewegt und wo es ggf. hakt. Und ich möchte dazu beitragen, dass Dinge besser und einfacher werden. Mein Ziel ist klar: Sie sollen sich auf das konzentrieren können, was Ihnen wichtig ist – ohne unnötige Hürden.
Wenn Sie Unterstützung brauchen, wenn Sie Ideen haben oder wenn Sie einfach das Gespräch suchen: Melden Sie sich gerne bei mir. Ich bin für Sie da und freue mich auf den Austausch.
Sie erreichen mich jederzeit unter i.duerr@ltg.hessen.de.
Herzliche Grüße,
Ihre Ina Dürr
Mitglied des Hessischen Landtages